Bergzeit Magazin

Langlaufen lernen: Was Anfänger wissen müssen

10. Januar 2023 (Erstveröffentlichung: Oktober 2016) „Wer gehen kann, kann auch langlaufen“. So lautete ein alter Werbeslogan, mit dem der Deutsche Skiverband in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Werbetrommel für die Sportart rührte. Heute ist Langlauf nicht mehr nur das klassische Laufen auf schmalen Ski in der Loipe – Langlauf ist viel mehr. In den letzten Jahrzehnten haben sich zur klassischen Variante der nordischen Skisportart weitere Varianten gesellt. „Skating, klassisch oder… Hilfe, welcher Langlauf-Stil passt denn bloß zu mir?“, mag sich der Anfänger fragen. Im Beitrag gibt’s Antworten.

Die Alpenüberquerung: Damals und heute

31. März 2022

Einmal zu Fuß oder mit dem Mountainbike über die Alpen – das ist der Traum vieler Bergenthusiasten. Ein Phänomen der Moderne ist die Mehrtagestour allerdings nicht. Von jeher überqueren Menschen die Alpen vorwiegend von Nord nach Süd und umgekehrt. Der große Unterschied zwischen Früher und Heute liegt in den Beweggründen und in der Art und Weise der Überwindung des felsigen Riegels. Für unsere Ahnen war die Überwindung von Gebirgszügen generell ein notwendiges Übel. Man überschritt die Alpen nicht wegen, sondern trotz der Berge. Man ging auf Reisen, um anzukommen. Gezwungen, den eigenen Körper zur Fortbewegung einzusetzen, suchten die Reisenden Wege durch und nicht, wie heute, in die Natur. Wir empfinden Freude an der (Fort-)Bewegung, nehmen Natur und Landschaft als etwas Ästhetisches wahr, und wir reisen aus innerer Motivation heraus. All das kannten die Menschen früher nicht. Ihre Beweggründe waren von außen auferlegte „Mussmotive“ religiöser, ökonomischer, politisch-hegemonialer, sozialer oder pädagogischer Natur. Im Angesicht der Alpen empfand der Mensch in Mittelalter und Frühneuzeit nur eines: Furcht.

Kulinarisches Wandern in Südtirol

28. Mai 2019

Körperliche Bewegung in schöner Landschaft und das Erklimmen von Gipfeln sind bei einem Aufenthalt in den Bergen ohne Zweifel sehr wichtig. Dies gilt aber auch für das leibliche Wohl. Wer schleppt schon gerne Proviant im ohnehin immer zu schweren Rucksack auf den Berg, wenn auf den Bergen und im Tal Jausenstationen, Pizzerien, Buschenschenken, Berghütten und Gasthöfe allerlei Köstlichkeiten der Südtiroler Küche anbieten?!

Drei Wander- und Bergtouren, die kulinarische Spezialitäten Südtirols mit dem Erlebnis von Bergnatur und -landschaft vereinen, führen von Lana nach St. Hippolyt, über die Kuhleitenhütte zum Ifinger hoch über Meran und über den Mendelpass ins Trentino.

Teil 1: Jausenstation und Buschenschank. Wanderung von Lana nach St. Hippolyt
6. Dezember 2017 Die Wanderung „Lana, Völlan und Naraun: Von der Jausenstation zum Buschenschank“ ist mit 18,5 Kilometern Strecke zwar relativ lang, aber ohne jede Schwierigkeit; dies erst recht, wenn die ersten Höhenmeter nicht faul, sondern sehr schlau im Bus zurückgelegt werden. Die Tour führt durch das sonnige Obst- und Weinland zwischen Meran und Bozen, von Lana an der Etsch hinauf zum malerisch gelegenen Völlan, vorbei an der uralten Jausenstation Obertalmühle in Tisens hin zum idyllisch gelegenen Buschenschank Hofstätterhof, über den Jakobsweg zum Kirchlein mit Aussicht, St. Hippolyt, und zurück nach Lana.
Teil 2: Zwischen zwei Gipfeln. Über die Kuhleitenhütte zum Ifinger hoch über Meran
10. Dezember 2017 1.278 Höhenmeter auf einer Strecke von 16,6 Kilometern sind bei der Bergtour „Zwischen zwei Gipfeln: Die Kuhleitenhütte im Meraner Land“ zu bewältigen. Gleich drei Gipfel liegen auf dem Weg, die bei entsprechender Witterung eine tolle Aussicht bieten. Start der Bergtour ist der Parkplatz von Falzeben hoch über Meran, und die ersten beiden Ziele sind der Kleine und der Große Ifinger. Auf dem Weg hinüber zu Gipfel Nummer drei, dem Plattinger, wartet das Alpengasthaus Kuhleitenhütte auf Gäste, und am Rückweg Richtung Falzeben bieten gleich zwei Almen – die Waidmann-Alm und die Moschwald-Alm – Gelegenheiten für eine wohlverdiente Pause.
Teil 3: Geschichtsträchtige Pfade, großartige Einkehr. Wanderung über den Mendelpass ins Trentino
13. Dezember 2017 Die Wanderung „Über den Mendelpass ins Trentino“ ist 25 Kilometer lang, ein kühler Tipp für heiße Sommertage und ideal für Liebhaber von Streckenwanderungen. Sie führt entlang des Mendelsteigs vom Startpunkt an der Mendelbahn-Talstation in Kaltern durch dichten und geschichtsträchtigen Wald hinauf zum Mendelpass. Am Höhenweg zwischen der Mendel und der Malga di Romeno liegen neben einigen Aussichtspunkten gleich zwei Hütten, die Enzian- und die Halbweghütte. Zwischen der Alm am Fuße des Monte Roen und dem Dörfchen Amblar im oberen Nonstal liegt fast ausschließlich dunkler Wald, und auch der Rückweg zur Bergstation der Mendelbahn schlängelt sich durch zauberhafte Wälder. Die Mendelbahn hilft, sehr schnell hinunter zum Gasthaus Eggbauer zu kommen, um den Tag bei einem wohlverdienten Abendessen epochalen Ausmaßes ausklingen zu lassen.

Schlank, fesch, bequem: Ortovox Traverse 28 S Touren-Rucksack im Test

20. März 2017 Der Taufkirchner Bergsportartikel-Hersteller Ortovox ist vor allem bekannt als Spezialist für Lawinenausrüstung – für Lawinenschaufeln, Verschüttetensuchgeräte und Lawinenrucksäcke. Ein direkter Nachkomme und enger Verwandter des Mitte der 1980er Jahre entwickelten Tiefschneerucksacks von Ortovox ist der Alpinrucksack Traverse 28 S. Das S hinter der Zahl 28, die das Volumen des Rucksacks in Litern angibt, steht für short, denn mit seinem kürzeren Comfort-Contact-Rückensystem ist er eigens entwickelt für Frauen und Männer mit einer Körpergröße von bis zu einsfünfundsiebzig.

Almen für Genießer: Fünf traditionelle Almhütten in Südtirol, die den Aufstieg lohnen

7. Oktober 2016

Schöne Almen sind in Südtirol wahrlich keine Seltenheit – 1.733 Almen erstrecken sich in der nördlichsten Provinz Italiens über eine Gesamtfläche von 248.750 Hektar, und das 97.615 Hektar umfassende Weideland wird abgegrast und gedüngt von rund von 95.000 Vierbeinern. Die fünf Almen, die im folgenden vorgestellt werden, haben einige Besonderheiten. Sie liegen im Hochgebirge auf einer Höhe um 2.000 Meter und bestechen durch eine besonders schöne Aussicht. Sie sind Ausgangs- und Endpunkte für schöne und auch lehrreiche Wander-, Kletter- und Mountainbike-Touren und nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Überdies haben sie die Tatsache gemein, dass dort ausschließlich für die Region typische Speisen serviert werden und sie Teil einer tradierten Kulturlandschaft und keine für Touristen inszenierten Gastbetriebe sind, die sich allein auf das Geschäft mit der Folklore konzentrieren.

Bergtour mit Hermann von Barth: Eine Hochvogel-Besteigung im Kampf gegen die Uhr

2. September 2016

Auf den Spuren des Alpinisten und Forschers Hermann von Barth (1845-1876) an einem traumhaft schönen August-Samstag: Von Barth hatte den Gipfel des Hochvogel in den Allgäuer Alpen im Juli 1869 als erster Tourist erstiegen, eine Nacht dort verbracht und in seinem Klassiker „Aus den nördlichen Kalkalpen“ von 1874 darüber berichtet. Im „schnellsten Marschtempo“ war er unterwegs. Wanderer, die auf den zwischen Hinterstein und Giebelhaus pendelnden Bus setzen, müssen es ihm gleichtun. An Wochenenden und Feiertagen tritt der Bus eine satte Stunde später als sonst den Dienst an. Besondere Würze erhält das Ganze dadurch, dass der Bus trotz der langen Sommertage schon kurz nach achtzehn Uhr die letzte Rückfahrt absolviert.

MTB-Runde im Schwarzwald: Zwei Tage zwischen Rhein und Mooskopf

26. Juni 2016 Der abwechslungsreiche Mountainbike-Rundkurs, der auch mit Trekking- oder Crossrad gut machbar ist, führt vom Ufer des Rheins hinauf auf die Höhen des mittleren Schwarzwaldes und zurück. Die über 92 Kilometer lange Runde führt von 140 Metern Seehöhe nahe des Rheins hinauf auf die Höhenzüge des Schwarzwaldes zwischen Rench- und Kinzigtal. Höchster Punkt der Tour ist der 872 Meter hohe Mooskopf. Sehr ambitionierte Pedaleure könnten das Ganze durchaus auch an einem Tag bewältigen, was aufgrund der großen Zahl an Highlights entlang der Strecke nicht empfehlenswert ist. Einzig aus rein sportlicher Sicht wäre ein solches Unternehmen interessant.

Wandertipp bei Hinterstein: Wanderung auf den Breitenberg bei Hinterstein im Allgäu

3. Mai 2016 Der Breitenberg trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, denn er ist im Vergleich zur dreieckigen Gestalt der Rotspitze in seiner Nachbarschaft von eher gemütlicher Figur. Der 1.888 Meter hoch aufragende, nördlichste Ausläufer der Daumengruppe – jenseits der in die Ostrach mündenden Bsonderach – zeigt raue Felswände über bewaldeten Hängen und bietet vom Gipfel eine wundervolle Rundsicht. Nach Norden schweift der Blick über das Allgäu hinweg, im Süden ragt das Felspanorama aus Rotspitze, Heubatspitze und Daumengruppe auf, und von Osten grüßen noch immer die guten Bekannten vom Aufstieg am Morgen.

Weintour im Nordschwarzwald: Wandern rund um Durbach in der Ortenau

12. April 2016 Durbach, in der Vorbergzone zwischen dem Rheintal und den Höhenzügen des Schwarzwaldes an der Badischen Weinstraße in der Region Ortenau gelegen, ist vor allem durch seine Weine bekannt – der Viertausend-Einwohner-Ort ist Badens höchst prämierte Weinanbaugemeinde. Die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gegend um den Viertausend-Einwohner-Ort ist außerdem ein wahres Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Ausgangspunkt der mehr als 22 Kilometer langen Wanderung durch wunderschöne Natur, zu historisch bedeutsamen Stätten und zu diversen (W)Einkehrmöglichkeiten, ist der Festplatz in Durbach.

Winterwandern auf der Schwäbischen Alb: Silvestertour zur Burg Teck

22. Dezember 2015 Die fast 18 Kilometer lange Streckenwanderung über die Burg Teck beginnt in Linsenhofen. Der Ortsteil von Frickenhausen ist bequem mit der zwischen Nürtingen und Neuffen verkehrenden Tälesbahn der 1899 in Stuttgart gegründeten Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft zu erreichen. Linsenhofen selbst bietet wenig, und die Straßen sind an diesem letzten Tag des Jahres 2014 voll von graubraunem Schneematsch, der mit dem Weiß des Himmels in Kontrast tritt. Nur wenige Höhenmeter später – eine weiße Winterwunderwelt. Vorbei an Streuobstwiesen, auf denen sich die Äste der Bäume unter der Schneelast krümmen, führt der Weg hinein in den Stumpenwald. Der Schnee knarrt unter den Schuhen. Ansonsten herrscht völlige Stille. Am Horizont erscheint das typische Panorama der Schwäbischen Alb – den Bergen fehlt der Gipfel. Reizlos sind sie deshalb aber noch lange nicht. Sie haben ihren ganz eigenen Zauber.

Ein Eispalast im Sommer: Kühles Wandern im Martelltal auf die Vordere Rotspitze (3.031 Meter)

14. Oktober 2015 Im heißen Sommer des Jahres 2015 herrschten im platten Lande tagsüber Temperaturen knapp unter vierzig Grad. Die Nächte brachten keine Abkühlung. Tagelang. Wochenlang. Hängematten in Gletscherspalten – ein Traum? Nein, denn der Eispalast wartet am Ende des Martelltals, eines südlichen Seitentals des Vinschgau. Am frühen Morgen lockt ein tiefblauer Himmel, und die fünf Grad, die dort oben auf 2.051 Metern Seehöhe herrschen, lassen endlich wieder durchatmen. Die junge Sonne verzaubert die grandiose Landschaft mit ihrem atemberaubend schönen Licht. Der Rucksack wiegt schwer, das zweite Frühstück aus Bergkäse, Äpfeln und Brot ist üppig und will am Gipfel verzehrt werden, vor einer überwältigenden Kulisse. Auf den Höhen ein funkelnder Palast aus Eis und Schnee, kontrastiert durch das Blau des Himmels, das Graugrünbraun der Felsen, das satte Türkis der Gletscherseen.

Naturpark Stromberg-Heuchelberg: Wandern durch das Kirbachtal. Wein und Geschichte

5. Juni 2015 Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg ist ein relativ unbekanntes, dafür aber umso schöneres Bike- und Wanderrevier. In der Mitte eines von den großen Städten Karlsruhe-Pforzheim, Heilbronn und Stuttgart gebildeten Dreiecks erheben sich auf dreiunddreißigtausend Hektar sanft gewölbte, dicht bewaldete Hügel und Berge. Ihnen zu Füßen liegen pittoreske Dörfer ländlichen Charakters, die eingebettet sind in eine Landschaft des Wein- und Ackerbaus. Die Region ist eine der wärmsten Baden-Württembergs. Auf Biker und Wanderer wartet ein sonniges Weinland mit einem bemerkenswert dichten Netz aus Wegen und Pfaden und einem fast schon südlichem Flair, das reich ist an Burgen und Ruinen und auch mit Badegewässern nicht geizt. Allerdings ist das gastronomische Angebot nicht gerade umfangreich. Ortsunkundige sollten ein Outdoor-Navi, mindestens aber gutes Kartenmaterial mit auf die Reise nehmen, denn auf sie wartet ein großteils mangelhaft und bisweilen konfus beschildertes, unkoordiniertes und wenig gastfreundliches Wegegewirr, das zum Verlaufen und Verfahren geradezu einlädt.

Bike-Frühling in Südtirol: Touren-Tipps für den Frühling

21. März 2015 Die Überetsch ist Südtirols wärmste Region und gilt als der schönste Landstrich im Tale der Etsch. Das Hügelland um den malerisch gelegenen Kalterer See lädt zum Mountainbiken ein, wenn woanders die Wege noch schneebedeckt sind. Die beiden Orte Tramin und Kaltern, eingebettet in eine zauberhafte Wein- und Obstlandschaft zwischen der steilen Gebirgswand der Mendel und dem bewaldeten Mitterberg, sind die Ausgangspunkte der Frühjahrs-Biketouren von der Mendel auf den Penegal und ins Nonstal, über die Trasse der Fleimstalbahn zur Cisloner Alm im Naturpark Trudner Horn und vom Traminer Höhenweg hinauf zum Grauner Joch.
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