Sabine Dettling mit Stift und Block am Gipfelkreuz.
Dr. Sabine Dettling lebt in Bietigheim-Bissingen und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freie Journalistin, Buchautorin und Fotografin.

mich selbst zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Über andere und anderes dagegen schreibe ich für mein Leben gern.

Mehrere Bücher habe ich schon mit Worten gefüllt, zum Teil oder auch zur Gänze, und etliche Zeitungs- und Magazinseiten davor bewahrt, ein unbe(ein)drucktes Dasein fristen zu müssen. Als freie Mitarbeiterin von Tageszeitungen und Magazinen sowie als Ghostwriterin ist mir nicht immer möglich, die Themen frei zu wählen. Das ist mir aber gar nicht unrecht, im Gegenteil: Je bunter, desto lieber. Am liebsten schreibe ich über Mensch, Kultur und Gesellschaft. Insbesondere die Geschichte von Mensch und Berg ist so faszinierend, dass ich nicht mehr von ihr loskomme – die Geschichte der Menschen, welche die Berge lieben und bereisen, der Techniken, die sie einsetzen, des technischen Geräts, das ihnen hilft, mit der Natur zurechtzukommen, und der Wege, die sie wählen.

Mein beruflicher Weg war alles andere als geradlinig, und meine Ausbildung enthält viele autodidaktische Elemente. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass mir die Vorstellung, vierzig Stunden die Woche einen einzigen Beruf ausüben zu müssen, großes Unbehagen bereitet. Nach zweieinhalb Lehrjahren war ich nicht nur Industriekauffrau, sondern auch um diese Erfahrung reicher. Also studierte ich Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Management in Freizeit- und Gesundheitssport und startete anschließend, mit einem Stipendium ausgestattet, den Angriff auf den Doktorhut. Meine Dissertation handelt vom Sporttourismus in den Alpen. Vorher waren mir die Berge nur Urlaubsziel, gute Freunde zwar, mehr aber nicht. Noch nicht. Heute sind sie fester Bestandteil meiner freiberuflichen Tätigkeit. Ich bereise sie mit dem Mountainbike, zu Fuß und auf Ski, ich schreibe über sie, ich fotografiere sie.

Sabine Dettling beim Fotografieren während einer Mountainbike-Tour, .

Die Fotografie ist mein zweites Standbein als Freiberuflerin. Den Beruf des Fotografen habe ich nie systematisch erlernt, hatte aber schon als Kind ständig eine Kamera vor dem Auge. Kind war ich in den Siebzigern, Autodidakt bin ich noch heute. Fotos, die mich in ihren Bann ziehen, schaue ich ganz genau an, um von ihnen zu lernen. Meine Kamera begleitet mich zu Hause und auf Reisen, im Beruf wie im Privaten. Mit Weitwinkel- und Makroobjektiv im Gepäck begebe ich mich auf die Suche nach Schönem, Interessantem und Außergewöhnlichem.

Zur Zeit habe ich tatsächlich einmal wieder eine feste Stelle. Nach aufregenden und aufreibenden Jahren als wissenschaftliche Leiterin eines Forschungsprojekts bin ich neben meiner journalistischen Arbeit im Kultur- und Sportamt meiner Heimatstadt tätig.