Bergzeit-Magazin: Für Anhänger des »Outdoor-Sports«

Im Bergzeit Magazin finden Anhänger des »Outdoor-Sports« Tourenberichte, Reisereportage, Anleitungen, Tipps und Tricks, Testberichte und weiteres mehr. Meine Beiträge handeln vor allem vom Biken, Wandern und Bergsteigen, aber auch von Wintersport und Outdoor-Zubehör.

Säuling und Dürrenberg-Alm: Bergtouren-Runde ab Pflach

Tourentipp vom 13. August 2018

Der Säuling ist ein ganz besonderer Berg und nicht nur der grandiosen Aussicht wegen ein lohnenswertes Wanderziel. Die erste Erwähnung der 2.047 Meter hohen Pyramide datiert aus dem frühen Mittelalter. „Siulinch“ nenne sich dieser „monte excelsum“ – mit seiner unverkennbaren Gestalt hatte der Himmelsberg den zu Reschen- und Brennerpass Reisenden wohl als Orientierungspunkt und Wegweiser gedient und so als einer der ersten aller Berge der Alpen einen Namen erhalten. Anfang Mai statteten wir dem „Berg des Siu“ bei wundervollem Wetter wieder einmal einen Besuch ab. Start der aussichtsreichen Tour ist der Bahn-Haltepunkt Pflach. weiter lesen…

Einführung: Von der Jausenstation zum Buschenschank – kulinarisches Wandern in Südtirol

Überblick-Artikel vom 28. November 2017 zu drei Tourentipps

Wer für Wanderungen im Meraner Land die Schuhe schnürt, darf sich nicht nur über wunderschöne Wege und Pfade freuen, sondern auch auf zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, denn: Körperliche Verausgabung und das Gipfelsammeln sind bei Aufenthalten in den Südtiroler Bergen so wichtig, wie die Sorge um das leibliche Wohl. Doch wer schleppt schon gerne Proviant im ohnehin schon schweren Rucksack auf den Berg, wenn auf den Bergen und im Tal Jausenstationen, Pizzerien, Buschenschenken, Berghütten und Gasthöfe allerlei Köstlichkeiten der Südtiroler Küche anbieten? weiter lesen…

Kulinarisches Wandern in Südtirol Teil 1: Geschichtsträchtige Pfade, großartige Einkehr: Wanderung über den Mendelpass ins Trentino

Tourentipp vom 13. Dezember 2017

Wer Streckenwandern durch dunkle, kühle Wälder liebt, wird diese lange Wanderung schätzen. Sie ist der Top-Tipp für heiße Tage, wenn unten im Etschtal die Sonne erbarmungslos herunterbrennt. Sehr kurzweilig ist die Tour außerdem, denn sie führt zu geschichtsträchtigen Plätzen und wunderschönen Aussichten. Selbst die kulinarischen Genüsse kommen auf der 25 Kilometer langen Strecke von der Mendelbahn-Talstation bis ins Nonstal hinein nicht zu kurz. weiter lesen…

Kulinarisches Wandern in Südtirol Teil 2: Zwischen zwei Gipfeln. Über die Kuhleitenhütte zum Ifinger hoch über Meran

Tourentipp vom 10. Dezember 2017

Diese Tour hat’s in sich. 1.278 Höhenmeter sind auf einer Strecke von 16,6 Kilometern zu bewältigen. Gleich drei Gipfel liegen auf dem Weg, die bei entsprechender Witterung eine tolle Aussicht bieten. Start der Bergtour ist der Parkplatz von Falzeben hoch über Meran, und die ersten beiden Ziele sind der Kleine und der Große Ifinger. Der Ifinger ist der Hausberg Merans, und nur wenige Meter unter seinem Gipfel liegt die Kuhleitenhütte, uriges Gasthaus und erstklassiger Aussichtspunkt. Sie wiederum liegt auf dem Weg hinüber zu Gipfel Nummer drei, dem Plattinger. Am Rückweg Richtung Falzeben bieten gleich zwei Almen – die Waidmann-Alm und die Moschwald-Alm – Gelegenheiten für eine wohlverdiente Pause. weiter lesen…

Kulinarisches Wandern in Südtirol Teil 3: Jausenstation und Buschenschank. Wanderung von Lana nach St. Hippolyt

Tourentipp vom 6. Dezember 2017

Die Wanderung ist mit 18,5 Kilometern Strecke zwar relativ lang, aber ohne jede Schwierigkeit; dies erst recht, wenn die ersten Höhenmeter nicht faul, sondern schlau im Bus zurückgelegt werden. Die Tour führt durch das sonnige Obst- und Weinland zwischen Meran und Bozen. Sie führt von Lana an der Etsch hinauf zum malerisch gelegenen Völlan, vorbei an der uralten Jausenstation Obertalmühle in Tisens hin zum idyllisch gelegenen Buschenschank Hofstätterhof und über den Jakobsweg bis zum Kirchlein mit Aussicht, St. Hippolyt. Anschließend geht es zurück nach Lana. weiter lesen…

Im Test: Der Traverse-Rucksack von Ortovox

Schlank, fesch, bequem. Ortovox Traverse 28 S Touren-Rucksack im Test

Testbericht vom 20. März 2017

Der Taufkirchner Bergsportartikel-Hersteller Ortovox ist vor allem als Spezialist für Lawinensicherheitsausrüstung bekannt – etwa für Lawinenschaufeln, Verschüttetensuchgeräte und Lawinenrucksäcke. Ein direkter Nachkomme und enger Verwandter des Mitte der 1980er Jahre entwickelten Tiefschneerucksacks von Ortovox ist der Alpinrucksack Traverse 28 S. Das S hinter der Zahl 28, die das Volumen des Rucksacks in Litern angibt, steht für short, denn mit seinem kürzeren Comfort-Contact-Rückensystem wurde er eigens für Frauen und Männer mit einer Körpergröße von bis zu 1,75 Meter entwickelt. Der Traverse-Rucksack eignet sich neben alpinen Unternehmungen auch fürs Wandern und Biken. Dabei überzeugt er durch seine ausgeklügelte Ausstattung mit vielen praktischen Details. weiter lesen…

Pause beim Skating im Tannheimer Tal, Tirol

Das richtige Langlaufski-Set samt Bindung und Schuhen

Kaufberatung vom 8. Dezember 2016

Langlauf ist nicht einfach nur das klassische Laufen auf schmalen Ski in der Loipe – Langlauf ist viel mehr! In den letzten Jahrzehnten haben sich zum klassischen Langlaufsport weitere Varianten gesellt. Skatingski, Klassik-Bindung und Nordic Cruiser? Wax und Nowax, Schuppen, Haft- oder Gleitwachs: das Fachchinesisch rund um den Langlauf kann verwirren, doch in der Kaufberatung werden die Unterschiede erläutert und bietet Hilfestellung bei der Auswahl eines Langlaufski-Sets. weiter lesen…

In der Loipe bei Unterjoch, Allgäu, Deutschland

So geht der Loipen-Lauf. Langlaufen lernen: Was Anfänger wissen müssen

Outdoor-Wissen vom 18. Oktober 2016

»Wer gehen kann, kann auch langlaufen«. So lautet ein alter Werbeslogan, mit dem auch der Deutsche Skiverband in den 1970er Jahren die Werbetrommel für die Sportart rührte. Tatsächlich ähnelt die klassische Technik des Skilanglaufs mit ihrer diagonalen Arm-Bein-Arm-Bewegung und wechselseitigem kräftigen Bein- und Armabstoß der Gehbewegung. Wer Skilanglauf erlernen und in der Loipe eine gute Figur machen möchte, erhält in diesem Beitrag Tipps zu Technik, Ausrüstung und richtigem Verhalten in der Loipe. weiter lesen…

Graukäse auf der Rötalm, Prettau, Tauferer Ahrntal, Südtirol, Italien

Almen für Genießer. Fünf traditionelle Almhütten in Südtirol, die den Aufstieg lohnen

Tourentipp vom 7. Oktober 2016

Schöne Almen sind in Südtirol wahrlich keine Seltenheit, doch diese fünf Almen und Almhütten haben einige Besonderheiten. Sie liegen im Hochgebirge auf einer Höhe um 2.000 Meter und bestechen durch eine besonders schöne Aussicht. Sie sind Ausgangs- und Endpunkte für schöne und auch lehrreiche Wander-, Kletter- und Mountainbike-Touren und nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Überdies haben sie die Tatsache gemein, dass dort ausschließlich für die Region typische Speisen serviert werden und sie Teil einer tradierten Kulturlandschaft sind – und keine für Touristen inszenierten Gastbetriebe, die sich allein auf das Geschäft mit der Folklore konzentrieren. weiter lesen…

"Die Schnur" auf dem Weg zum Hochvogel.

Eine Hochvogel-Besteigung im Kampf gegen die Uhr

Tourentipp vom 2. September 2016

Schon Bergsteiger-Pionier Hermann von Barth hat die »grossartige Pyramide« des Allgäuer Hochvogel so fasziniert, dass er sie 1869 »im schnellsten Marschtempo« bestieg. Wer die Bergtour mit öffentlichen Verkehrsmitteln plant, kann es ihm gleichtun. Zwanzig vor neun in der Früh geht’s los am Giebelhaus, Zeit bleibt bis sechs – das sind neuneinhalb Stunden für eine Tour, für die allein schon für den Weg vom Giebelhaus auf den Hochvogel-Gipfel sechs Stunden Gehzeit veranschlagt und fast 18 Kilometer sowie mehr als 1.600 Höhenmeter zu bewältigen sind. weiter lesen…

Mountainbiker am Moosbrunnen, Juni 2016

MTB-Runde im Schwarzwald: Zwei Tage zwischen Rhein und Mooskopf

Tourentipp vom 26. Juni 2016

Die zwei- oder auch mehrtägige Mountainbike-Tour durch den mittleren Schwarzwald führt über 92 Kilometer von 140 Metern Seehöhe nahe des Rheins hinauf auf die Höhenzüge des Schwarzwalds zwischen Rench- und Kinzigtal. Höchster Punkt der Tour ist der 872 Meter hohe Mooskopf. weiter lesen…

Bad Hindelang, Hinterstein, Oktober 2015

Wanderung auf den Breitenberg bei Hinterstein im Allgäu

Tourentipp vom 3. Mai 2016

Die mittelschwere Tagestour mit Zwischenstopp auf der malerischen Älpele-Alpe fordert ein wenig Kondition, aber belohnt mit einem wunderschönen Rundblick. Der Breitenberg (1.880 m) ist der nördlichste Ausläufer der Daumengruppe in den Allgäuer Alpen. Seinen Namen trägt er nicht zu Unrecht, ist er doch im Vergleich zur dreieckigen Gestalt der Rotspitze in seiner Nachbarschaft von eher gemütlicher Figur. Vom Gipfel eröffnet sich eine herrliche Rundsicht: Nach Norden schweift der Blick über das Allgäu hinweg, im Süden präsentiert sich das Felspanorama aus Rotspitze, Heubatspitze und Daumengruppe, und von Osten grüßen Bschießer, Ponten, Geißhorn und Kollegen herüber. weiter lesen…

Durbach, Brandeckturm, April 2016

Wandern rund um Durbach

Tourentipp vom 12. April 2016

Durbach, in der Vorbergzone zwischen dem Rheintal und den Höhenzügen des Schwarzwaldes an der Badischen Weinstraße und im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gelegen, ist vor allem durch seine Weine bekannt – der 4.000-Einwohner-Ort in der Region Ortenau ist Badens höchstprämierte Weinanbaugemeinde. Die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gegend ist mit ihren Wiesen und Wäldern, Höhenzügen und tiefen Tälern außerdem ein wahres Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Die über 22 Kilometer lange Wanderung führt durch wunderschöne Natur und zu historisch bedeutsamen Stätten, und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten warten auf durstige und hungrige Wanderer. Höhepunkte sind der Panoramablick vom 1895 erbauten Brandeckturm auf dem bewaldeten Brandeckkopf, mit 686 Metern höchster Berg Offenburgs, das Brandeck-Lindle, wo Politik- und Sozialgeschichte geschrieben wurde und wo kulinarische Freuden warten, sowie die über Durbach thronende Burg Staufenberg. weiter lesen…

Winterwandern auf der Schwäbischen Alb

Tourentipp vom 22. Dezember 2015

Die ausgedehnte Wanderung führt durch die Winterlandschaft der Schwäbischen Alb. Auf der Burg Teck ist zum Jahreswechsel eine wahre Völkerwanderung im Gange. Allein die schwäbischen Linsen und Spätzle sind den Aufstieg wert – zu jeder Jahreszeit. weiter lesen…

Naturpark Stromberg-Heuchelberg, April 2015

Naturpark Stromberg-Heuchelberg: Wandern durch das Kirbachtal

Tourentipp vom 5. Juni 2015

Westlich des Neckars ungefähr auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Heilbronn liegt im Kraichgau der kleine Ort Freudental. Von hier startet die Wanderung durch das Kirbachtal im sanft gewellten Hügelland des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. weiter lesen…

Am Fleimstalbahn-Radweg, Südtirol, Italien, September 2010.

Mountainbike Südtirol. Drei Touren-Tipps für den Frühling

Tourentipp vom 21. März 2015

Drei Mountainbike-Touren für den Saisonstart: Während auf der Alpennordseite der Schnee noch weit herunter liegt, finden sich in Südtirol, rund um den Kalterer See, schon perfekte Bedingungen für Touren auf dem Mountainbike. weiter lesen…

Kalterer See von Burg Leuchtenburg, September 2013.

Kalterer See und Mendelpass: Mountainbiketour in Südtirols Süden

Tourentipp vom 16. September 2013

Im Süden Südtirols, rund um Mendelpass und Kalterer See, liegt ein kleines Paradies aus dunklen Wäldern, sonnigen Weinbergen und mittelalterlichen Burgen. Auch Mountainbiker kommen dort voll auf ihre Kosten. weiter lesen…

 
Burg Lichtenberg bei Großbottwar, Februar 2016

LKZ-Serie: Bike-, Lauf- und Wandertouren

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Tipps für die »Generation Outdoor«

»Outdoor« ist »in«, und der Landkreis Ludwigsburg hat viele schöne Ausflugsziele, Rad- und Wanderstrecken zu bieten. In der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) stelle ich seit August 2015 in unregelmäßiger Folge attraktive Touren für Fahrradfahrer, Läufer und Wanderer im Kreis vor. Die Tourentipps enthalten »harte« Fakten wie Streckenlänge, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad, außerdem Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, Literaturhinweise, Kartentipps und einen Link zum Download des GPS-Tracks.

Wanderung zur Eselsburg und zu den Horrheimer Seewaldseen. 16./17. Juli 2016, S. 25.

>> GPS-Track

»Felsengarten-Marathon-Tour«. Eine Runde um den Wein. 7./8. Mai 2016, S. 26.

>> GPS-Track

Bottwartaler Wanderrunde. 6. Februar 2016, S. 15.

>> GPS-Track

Laufen auf den Spuren der Remminger. 17. Oktober 2015, S. 20.

>> GPS-Track

Erst in die Pedale treten, dann erfrischen. Mountainbike-Runde Stromberg-Zabergäu. 19. September 2015, S. 22.

>> GPS-Track

Von König, Wolf und Juden, Wein und Geschichte. Eine Wanderung durch Strombergwald und Kirbachtal. 29. August 2015, S. 18.

>> GPS-Track

Tipps für die »Generation Outdoor«. Intro zur Serie. 28. August 2015, S. 12.

Ausschnitt aus Titelseite Dettling, Tschofen: Spuren - Skikultur am Arlberg.

Spuren: Das Buch

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›Spuren. Skikultur am Arlberg‹ zeigt uns auf 360 Seiten die Geschichte einer berühmt gewordenen Skiregion und damit vorbildhaft, wie der Skilauf in den Alpenländern ab Ende des 19. Jahrhunderts in alle Schnee- und Gesellschaftsschichten hineingefahren ist und diese verändert hat….. Und wie eben diese ausserordentliche Geschichte geschildert und gezeigt: mit klugen Texten, saftigen Zitaten und grossartigen, meistens noch nie veröffentlichten Fotos und Illustrationen.
(Daniel Anker)

Spuren ist aus einem mehrjährigen Forschungs-, Dokumentations- und Vermittlungsprojekt mit dem Arbeitstitel »Auf den Spuren eines Wunders in Weiß« hervorgegangen, das sich – getragen vom Verein ski.kultur.arlberg, unterstützt vom Land Vorarlberg und 2008 bis 2011 gefördert aus EU-LEADER-Mitteln – die Erforschung der Geschichte von Skisport und Skitourismus am Arlberg zum Ziel gesetzt hatte. Der im Dezember 2014 veröffentlichte populärwissenschaftliche Text-Bildband Spuren ist der Abschlussband des Projekts.

Das 364 Seiten umfassende Werk ist nach mehreren Richtungen lesbar und folgt einer dreifachen Gliederung. Es behandelt – gerahmt von den entsprechenden Einleitungen und Anhängen – in fünf Abschnitten je ein historisches Kapitel der Skigeschichte mit unterschiedlichen Akzentsetzungen. So folgt Spuren einer chronikalen Ordnung und setzt wechselnde thematische Schwerpunkte, in welchen verschiedene Perspektiven angelegt sind und unterschiedliche Akteurgruppen in den Vorder­grund rücken. Die Fokus-Themen werden in den als wissenschaftliche Essays angelegten Texten nach Epochensignifikanz gewählt und ergeben im Zusammenspiel ein dichtes, aber sich nicht im Material verlierendes Bild der historischen Skikultur.
Neben einer thematisch erzählenden hat Spuren eine zweite Ebene, welche als mitlaufende Chronik Quellenmaterial wie längere Zitate aus Literatur und Archivalien, Interviewauszüge, aber auch zusätzliches Bildmaterial aufnimmt. Auf diese Weise werden die großen relevanten Themen wie Erschließung, Wissen und Technik, Medien, Politik und Alltag behandelt, ohne dabei für alle Zeitabschnitte das gesamte Repertoire durchzuarbeiten. Die dritte Ebene enthält biographische Angaben zur Dokumentation herausragender Akteure der Geschichte der Skikultur am Arlberg.

Inhalt

Skikultur – zur Einführung (Verfasser: B. Tschofen, G. Schoder)

1880-1913: Raumerschließung und Terrainerkundung (Verfasserin: S. Dettling)
Auf die Idee kommen | Hinaufkommen | Skitouren und Skiberge | Pässe und Straßen | Dortbleiben

1900-1913: Schneewissen und Skitechnik (Verfasserin: S. Dettling)
Schnee im Wandel | »Fahrart« und Skikurs | Gleitholz, Steigfell, Stahlkante und die »Bindungsfrage«

1914-1933: Kriegstrauma und Traumschnee (Verfasserin: S. Dettling)
Popularisierung von Skilauf und Schnee | Skilauf als Lebensstil | Ski im Film

1928-1945: Tempo und Mythos (Verfasserin: S. Dettling)
Vom Skitourismus zum Skisport | Urlaubsvergnügen im Wandel | Arbeit am »Mythos Arlberg« und Inszenierung der Volksgemeinschaft | Skiparadies Arlberg | Bunte Skigesellschaft | Rassenideologie und Ausgrenzung | Aus dem Alltag in den Krieg | »Skiablieferung« | Ski an der Front | Skiurlaub nur für kriegswichtig Arbeitende

1945-1960: Vom Skiparadies zum Wintersportplatz (Verfasserin: S. Dettling)
Rekonstruktion | Vom Hinauf zum Hinab | Aufstiegshilfen | Lifteln und Pistenskifahren | Sieg des Pistenskifahrens | Der »Arlberg-Express« | Aushängeschilder | Ski und Kult | Professional der Gastlichkeit

Hinter Spuren

Autoren: Sabine Dettling, Bernhard Tschofen
Herausgeber: Gustav Schoder, Bernhard Tschofen
Verlag: Bertolini, Bregenz
Auftraggeber: ski.kultur.arlberg

Über Spuren. Rezensionen

Daniel Anker: Skikultur. Bergliteratur.ch, 8. Dezember 2015.

›Hab‘ ich schon erzählt, daß ich mein großes Skibuch angefangen habe. Titel: Der Ski, ein Führer durch das winterliche Hochgebirge. Das wird eine epochale Sache.‹ Behauptet Xaver Findeis, Bildhauer und Skifahrer nach der Zdarsky-Technik, zu Beginn von Roland Betschs ›Gott in der Lawine‹ …. Schauplatz … ist St. Christoph am Arlberg, aufgezeichnet wird die ganze Entwicklung vom heroischen Skisport zum wintersportlichen Massentourismus …. ›Bitte, wo gibt’s ein Buch über den Skilauf?‹, fragt Findeis den Baron und gibt die Antwort gleich selbst: ›Nirgends. Ich stehe einzig da. Ich verdiene Tausende.‹ So weit bringt es der wilde Xaver aber nicht mehr; noch in derselben Nacht deckt ihn eine Lawine zu. 83 Jahre später liegt dieses grosse Skibuch endlich auf. Xaver hätte gejauchzt, der Baron genickt, und Roland Betsch hätte im Register mit Freude seinen Namen registriert und gelesen, dass seine Texte zitiert werden, dass sich auf Seite 106 gar ein Kurzeintrag zu ihm findet …. Tatsächlich: ›Spuren. Skikultur am Arlberg‹ zeigt uns auf 360 Seiten die Geschichte einer berühmt gewordenen Skiregion und damit vorbildhaft, wie der Skilauf in den Alpenländern ab Ende des 19. Jahrhunderts in alle Schnee- und Gesellschaftsschichten hineingefahren ist und diese verändert hat….. Und wie eben diese ausserordentliche Geschichte geschildert und gezeigt: mit klugen Texten, saftigen Zitaten und grossartigen, meistens noch nie veröffentlichten Fotos und Illustrationen.
… zur Rezension

Ueli Gyr: Dettling, Sabine und Bernhard Tschofen: Spuren. Skikultur am Arlberg. Schweizerisches Archiv für Volkskunde 111, 2015, 123–125.

Selten hinterlässt ein diese Bezeichnung verdienender Prachtband so viele geschichtete Eindrücke – zum Gegenstandsbereich, zu möglichen Annäherungsverfahren, zu den aussagekräftigen Illustrationen, zum originellen Darstellungsaufbau, zur historischen und editorischen Akribie im Kleingedruckten und zur Gesamtkonzeption. …. Zusammenfassend lässt sich ausführen, dass das vorliegende Buch die an sich selber gestellten Anforderungen erfüllt und als Monographie mehrfach überzeugt. Es ist weder nur ein Bilderbuch mit Texten noch nur ein Textbuch mit Bildern, sondern eine Mischung dazwischen. …. Der stattliche Band setzt ohne Zweifel Massstäbe, – man lässt ihn, einmal in die Hände genommen, nicht so schnell wieder gehen. …. Unüblich ist es schliesslich, die Autorenschaft der einzelnen Kapitel auszublenden, so dass man nur spekulieren kann, wer Autor oder Autorin dieses oder jenes Kapitels ist.

Christian Maryška: Sabine Dettling, Bernhard Tschofen: Spuren. Skikultur am Arlberg. Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 118, 2015, 3+4, 145-148.

Die deutsche Sportwissenschaftlerin und Journalistin Sabine Dettling, die bereits das wissenschaftliche Projekt koordiniert hat, war für die inhaltliche Konzeption, die Texte und die Bildauswahl verantwortlich. Unterstützt wurde sie dabei von Bernhard Tschofen, Professor am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Zürich mit Schwerpunkt kulturwissenschaftliche Raumforschung …. Der Titel des Werkes ist vielschichtig konnotiert: Er spricht nicht nur jene ›Spuren‹ im Schnee an, wie sie von der Befahrung bislang unerschlossener Hänge Zeugnis ablegen und auf vielen Fotos sichtbar sind, sondern steht zugleich metaphorisch für all die Quellen und Dokumenten, die die Geschichte der Skikultur am Arlberg hinterlassen haben und die hier vermittelt und interpretiert werden. …. So bleibt zu hoffen, dass in einem Folgeband die Geschichte nach 1960 fortgeschrieben wird – in ähnlich gelungener Weise wie in diesem gewichtigen, gut zu lesenden und reich illustrierten Werk zur Geschichte des Skilaufes am Arlberg, das neue Standards gesetzt hat.

Johann Skocek: Wedeln als Lebensstil. Gründlich: eine Studie über den Arlberg als Geburtsstätte des modernen Skilaufs. Die Presse, 6. Februar 2015.

Der alpine Skilauf ist endgültig als Thema der empirischen Kulturforschung etabliert. Ein Buch untersucht beispielhaft die Entwicklung des Skilaboratoriums Arlberg. Manchmal ist das Lesen eines Buches fast so gut wie das richtige Ding. Skifahren am Arlberg zum Beispiel. …. Die Kulturwissenschaftler Sabine Dettling und Bernhard Tschofen haben ein mehrjähriges Forschungsprojekt zur Entwicklungsgeschichte des Skilaufens auf dem Bergmassiv zwischen Tirol und Vorarlberg zu einem Buch von seltener Klugheit und sinnlicher Ausstrahlung zusammengefasst. …. Tschofens und Dettlings Buch beginnt 1880 und endet 1960, die Auswüchse des modernen Skirennsports werden kaum berührt, hoffentlich sind sie einer ähnlich gründlichen Aufarbeitung vorbehalten.
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Johann Skocek: Wenn der Arlberg leise »Hilfe« ruft. Falter 5, 28. Januar 2015.

Die ›Spuren‹ wahren … Distanz zu ihrem Thema und verweigern moralisierende Sentenzen. Der Leser mag, unterstützt durch zahllose Zitate aus zeitgenössischen Quellen und die kunstvollen, vielgestaltigen Darstellungen, am allerbesten seine eigenen Schlüsse ziehen.
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Dieter Buck: Bernhard Tschofen, Sabine Dettling: Spuren – Skikultur am Arlberg. Alpen Blog, 12. Januar 2015.

Es gibt sie noch, die schönen Bücher, die ›Ausnahmebücher‹, Bücher, die man gerne in die Hand nimmt, immer wieder. Die einem was zu erzählen haben, die interessant sind, die auch einfach schön gestaltet sind und mit schönem Papier auch einen angenehmen haptischen Eindruck erwecken. Dieses Buch gehört dazu. Dabei ist es schon ziemlich speziell: Es erzählt von der Geschichte des Skifahrens am Arlberg. Aber, man merkt es sofort, es ist mit Liebe erforscht, wird mit Liebe erzählt und wohl nur durch eine unheimlich zähe Forschungs- und Sucharbeit so schön bebildert geworden.
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Weitere Besprechungen von Spuren in Print- und Online-Medien, in Radio und TV

Mancher lernt’s nie . . . das Fahr’n mit den Ski. Salzburger Nachrichten, 21. Februar 2015.
Komfortzone im Schnee: Werden die Alpen zum Freizeit-Park? Südwestrundfunk, SWR2 Forum, 6. Februar 2015.
Radiobeitrag in Kultur nach 6, ORF Radio Vorarlberg, 28. Januar 2015.
Auf den Spuren der Skikultur. Ludwigsburger Kreiszeitung, 24. Januar 2015.
Spuren im Schnee. Kurier, Samstag-Magazin freizeit 4/2015.
Entweihung der Natur. taz Die Tageszeitung, 22. Januar 2015.
Historisches Labor der Skikultur. Vorarlberger Nachrichten, Serie »Spuren. Skikultur am Arlberg«, Teil 4, 27. Dezember 2014.
Viel-seitige Skigeschichte. laloupe.com, 22. Dezember 2014.
Bissingerin erforscht Skikultur. Bietigheimer Zeitung, 20. Dezember 2014.
Ein immens sinnliches Feld eröffnet. Vorarlberger Nachrichten, Serie »Spuren. Skikultur am Arlberg«, Teil 3, 19. Dezember 2014.
Eine Reise in die Geschichte des Skisports. Arlberg-Zeitung 2, 19. Dezember 2014.
Wer hat’s erfunden? Süddeutsche Zeitung, 15. Dezember 2014.
Ein Sport verändert die Welt. Vorarlberger Nachrichten, Serie »Spuren. Skikultur am Arlberg« Teil 2, 12. Dezember 2014.
»Spurensuche« in Sachen Skikultur. Vorarlberger Nachrichten, 10. Dezember 2014.
Radiobeitrag in Kultur nach 6, ORF Radio Vorarlberg, 9. Dezember 2014.
Bildband »Spuren« – Skigeschichte des Arlbergs. ORF Vorarlberg heute, 9. Dezember 2014.
SPUREN – Buchpräsentation am 5. Dezember, Rüfikopf. voradelberg.at.
Buchpräsentation von »Spuren«. Hotel Schmelzhof Lech am Arlberg, 8. Dezember 2014.
Spuren, die uns prägten. Vorarlberger Nachrichten, Serie »Spuren. Skikultur am Arlberg«, Teil 1, 6. Dezember 2014.
Bereits jetzt ein Bestseller. Vorarlberger Nachrichten, 6. Dezember 2014.
Spannender Bildband über die Geschichte einer Tourismusregion – »Spuren. Skikultur am Arlberg«. KULTUR. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 5. Dezember 2014.

Bergzeit-Blog: Reise-, Outdoor- und Testberichte

Eingetragen bei: Testbericht, Tourentipp | 0

Ziel des Bergzeit-Blog war, über aktuelle Trends, neues Material und neue Ausrüstung sowie die damit einhergehenden Abenteuermöglichkeiten in der Outdoor-Welt zu informieren. Hierzu habe auch ich mit den folgenden Berichten in den Kategorien »Reise«, »Outdoor« und »Test« beigetragen:
Glückliche Kühe

Eine Mountainbike-Runde um den Latemar

Veröffentlicht als Reisebericht am 29. August 2012.

Die Mountainbike-Tour rund um die Latemar-Gruppe ist konditionell anspruchsvoll und wartet mit zahlreichen Höhepunkten auf: knackige Anstiege, grandiose Ausblicke, flottes Radeln durch erfrischend kühle Wälder und prickelnde Abfahrten zwischen Südtirol und dem Trentino. weiter lesen…

Rifugio Preiss im Larsec, September 2012.Wandern im Larséc – abseits von Laurins Reich

Erschienen in der Kategorie »Outdoor» am 9. November 2012.

›Larsec, du Land meiner Sehnsucht, du meine zweite Heimat!‹ Enthusiastisch pries Georg Jasker aus Hamburg im Jahre 1930 die im Südosten des Rosengartens gelegene Felsenburg. ›Der Zauber König Laurins hält dich umfaßt, und auch heute noch liegst du im tiefen Zauberschlaf.‹ Was Jasker zwischen den Kriegen schrieb, hat seine Berechtigung noch heute – das Wandern im Larséc, Abseits von Laurins Reich zwischen Gran Cront und Antermoa ist ein sehr einsames. weiter lesen…

Winterwandern auf der Schwäbischen Alb.Winterwanderung auf der Schwäbischen Alb

Veröffentlicht in der Kategorie »Outdoor» am 29. Januar 2013.

Das Biosphärenreservat Schwäbische Alb ist nicht nur ein tolles Sportklettergebiet und Paradies für Skilangläufer, sondern auch ein wunderbares Wanderland – zu jeder Jahreszeit. weiter lesen…

 

 

Laufen mit Vibram FivefingersLaufen mit Vibram FiveFingers

Ein Testbericht vom 24. Januar 2013.

›Experts say that to get the best from a workout, we should kick off our shoes‹, schrieb Sophie Morris in The Independent vom 10. Januar 2012. Als meine Füße im wahrsten Sinn des Wortes durchgetreten waren, entdeckte ich ›Natural Running‹ für mich. Die Schuhe ganz weggekickt habe ich nicht. Aber fast. weiter lesen…

Jacke North Face Infiesto Im Test: The North Face Infiesto W’s Jacke

Veröffentlicht in der Kategorie »Testbericht« am 13. Juni 2013.

Die Infiesto Full Zip-Jacke von The North Face in der Farbe ›Sulphur Spring Green‹ ist sowohl Drüber als auch Drunter angenehm zu tragen. Beim Wandern, Bergsteigen, Laufen und Biken macht sie eine gute Figur und zieht im Alltag die Blicke auf sich. Auch im Büro ist die Gelbe eine angenehme Begleiterin, steht sie mit ihrer Farbe doch für Sonne, Heiterkeit und Optimismus. weiter lesen…

 Deuter Race X-RucksackDeuter Race X: Fahrradrucksack im Test

Testbericht vom 10. Februar 2014.

Der Deuter Race X ist ein kleiner, leichter Fahrradrucksack für Tagestouren mit dem Mountainbike. Er ist schick, windschnittig und auch vollbepackt bequem zu tragen. Die Fächer sind durchdacht und auch bei Regenwetter macht er nicht schlapp. weiter lesen…

 

Lido di Jesolo, Adria, ItalienDie Laguna Veneta per Rad: Mountainbiken auf dem Piave-Radweg

Veröffentlicht in der Kategorie »Reise« am 3. Dezember 2014.

Mit dem Bergradl unterwegs in platter Landschaft? Auf den ersten Blick mag das passen wie die Faust auf’s Auge, doch ein zweiter Blick lohnt sich, denn die Landschaft um die Lagune von Venedig mit dem Mountainbike zu erradeln, ist ein Erlebnis. weiter lesen…

Sporttourismus in den Alpen

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Als Horace de Saussure 1786 die Erstbesteigung des Montblanc initiierte, legte er auch den Grundstein für den Sporttourismus in den Alpen. Welche Veränderungen dieser seither erfuhr und welche Folgen das für Mensch und Umwelt hat, ist Gegenstand der Publikation »Sporttourismus in den Alpen«. Sport und Tourismus sind in ihrer Praxis oft nicht voneinander zu trennen: Sportler reisen, Touristen treiben Sport. Die Wissenschaft jedoch schenkte dieser Verbindung bis dato wenig Beachtung. Vor diesem Hintergrund wird am Beispiel des Bergsports in den Alpen die Genese des Sporttourismus rekonstruiert. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, ob dieser ein eigenständiges funktionales Teilsystem darstellt.

Im Abendrot leuchten zum Abschiede die stolzen Häupter des Nordzuges. Stolz ragen sie auf, die Ziele jahrelanger Sehnsucht – herrlicher Träume –; …. Schwermut erfaßt uns bei dem Gedanken des Abschiedes! Doch wir müssen fort. Wir wandern … still hinaus aus der liebgewordenen, sehnsuchterweckenden Bergeinsamkeit zu den Menschen – zur Alltäglichkeit!

(A. von Radio-Radiis, 1903)

Die Ausdifferenzierung des Systems Sporttourismus setzte im späten 18. Jahrhundert ein. Der aufstrebende Bergsport traf den Nerv der Zeit, und so gründeten sich die ersten Alpenvereine, und ein dichtes Netz aus Wegen und Hütten überzog alsbald die Alpen. Diese erste Phase erschloss die Alpenwelt für die Menschheit. Ziel war fortan, die Menschheit für die Bergwelt zu erschließen. Zur Sicherung seines Fortbestandes musste das System möglichst breite Bevölkerungskreise einbeziehen. »Sporttourismus für alle« forderten vor allem die Alpenvereine und wurden mit rasch ansteigenden Mitgliederzahlen belohnt.

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hatte sich das System des Sporttourismus vollständig etabliert. Seither bildeten sich immer mehr Subsysteme heraus. Zu Bergwandern und Bergsteigen gesellten sich Skilauf, Klettern und Mountainbiking, die wiederum ihre eigenen Subsysteme nebst der erforderlichen Infrastruktur entwickelten und noch entwickeln, doch die Quantitäten des modernen Sporttourismus haben aus ökologischer Sicht äußerst zweifelhafte Qualitäten. Immer mehr Menschen bereisen immer kürzer und meist mit dem Pkw die Alpen. Indirekt ist der Sporttourismus deshalb einer der größten Umweltsünder in der hochsensiblen Region.

Weil der Sporttourist die Einsamkeit unberührter Bergnatur, die er eigentlich sucht, gleichzeitig zerstört, weicht die sporttouristische Infrastruktur in immer abgelegenere, bisher noch intakte Regionen aus und gefährdet auch diese. Das Beispiel Skilauf verdeutlicht den Teufelskreis: Die einstige Natursportart entwickelte sich immer mehr zu einer Sportart auf Kosten der Natur. Seilbahnen, Lifte, planierte Berghänge und Gletscherskigebiete sind die Abschnitte einer grotesken Entwicklung, deren letzter lebenserhaltender Versuch die Erzeugung von Kunstschnee ist.

Dank eines systemübergreifenden Leitcodes stößt der fortschrittsorientierte Sporttourismus in der nachindustriellen Moderne dennoch an Grenzen. So entwickelt die Politik zunehmend internationale Vereinbarungen zur ökologischen Nachhaltigkeit, wie das Aktionsprogramm »Agenda 21« und das darauf aufbauende Vertragswerk der »Alpenkonvention«. Die Umsetzung in die Praxis ist jedoch oft schwierig. In der intensiv erschlossenen Region der Ötztal-Arena zum Beispiel stoßen die Richtlinien auf sehr wenig Akzeptanz, weil der Expansion der Infrastruktur weiterhin Vorrang eingeräumt wird.

Mondäne Wintersportplätze von internationalem Rang sind im Grunde nichts anderes als Dependancen der Großstädte.

(O. Wehn, 1949)


Sabine Dettling: Sporttourismus in den Alpen. Die Erschließung des Alpenraums als sporttouristisches Phänomen. Sozialhistorische und ökologische Begründungen. Marburg: Tectum, 2005. ISBN 3-8288-8835-6.